Frontex: Zahl der irregulären Grenzübertritte 2025 gesunken

Immer weniger flüchtende Menschen kommen über die Grenzen in die EU. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 2025 ein gutes Viertel weniger - aber nicht auf allen Routen gehen die Zahlen zurück.

Warschau - Die Zahl der registrierten irregulären Grenzübertritte in die Europäische Union ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Viertel zurückgegangen. Das geht aus Zahlen hervor, die die EU-Grenzschutzbehörde Frontex mit Sitz in Warschau vorgelegt hat. Knapp 178.000 Versuche registrierte die Behörde demnach im vergangenen Jahr. Das ist der niedrigste Wert seit 2021.

Frontex bewertete den Rückgang in seinem Bericht als «bemerkenswerte Entwicklung». Die Behörde warnte aber gleichzeitig, dass die Situation an den Außengrenzen der EU ungewiss bleibe. «Der Trend geht in die richtige Richtung, aber die Risiken verschwinden nicht», sagte Frontex-Direktor Hans Leijtens. Die enge Kooperation seiner Behörde auch mit Regierungen und Partnern in Staaten außerhalb der EU habe gute Ergebnisse gebracht. 

EU-Kommission führt Rückgang auch auf eigene Arbeit zurück

EU-Migrationskommissar Magnus Brunner bezeichnete den deutlichen Rückgang als «Ergebnis stärkerer Außengrenzen und wirksamer internationaler Partnerschaften.» Die Migrationsdiplomatie der EU wirke, teilte der österreichische Politiker mit. «Die Zahlen bedeuten, dass weniger Menschen geschleust werden, weniger Menschen Missbrauch erleiden und weniger Leben in Gefahr geraten.»

Im vergangenen Jahr wurden laut Frontex deutlich weniger irreguläre Versuche, in die EU zu kommen, auf der westafrikanischen Route (-63 Prozent), auf der Westbalkanroute (-42 Prozent) und an den östlichen Landgrenzen der EU zu Belarus (-37 Prozent) verzeichnet. Den Rückgang auf der Westbalkanroute führt Frontex auf verbesserte Sicherheitsmaßnahmen und Kooperation mit Bosnien-Herzegowina zurück.